Niederlage für die BER-Planer: Gericht stoppt rechtswidriges Schallschutz-Programm des Flughafens
UPDATE. Es ist eine Ohrfeige für die Flughafen-Planer: Die Auflagen beim Lärmschutz wurden “systematisch verfehlt”, hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg festgestellt. Nun sind Mehrkosten in Höhe von 250 bis 290 Millionen Euro zu erwarten.
Schönefeld – Im Streit um das Schallschutzprogramm zum künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld haben Anrainer einen wichtigen juristischen Sieg errungen. Die Flughafengesellschaft FBB müsse das im Planfeststellungsbeschluss ursprünglich vorgesehene Schallschutzprogramm umsetzen, entschied das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg. Diese Entscheidung bedeutet Mehrkosten von 250 bis 290 Millionen Euro. Es müsse sichergestellt werden, dass in Räumen von Wohngebäuden bei geschlossenen Fenstern der Lärmpegel von 55 Dezibel nicht überschritten werde, stellte das Gericht fest. Der realisierte Schallschutz reiche dafür nicht aus. In der Urteilsbegründung heißt es: “Damit hat die Vorhabenträgerin die planfestgestellten Schutzauflagen systematisch verfehlt.” MEHR…

